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Knollen: Erst ab Mitte Mai!

Anemonen
Fotos: Pixabay

Das warme, sonnige Wetter in Kombination mit der vielen, freien Zeit, die die meisten von uns aktuell im Garten verbringen, könnte den ein oder anderen Hobbygärtner verlocken, die Knollen verschiedener Sommerblüher schon jetzt in den Boden zu bringen. Doch auch wenn es in den Fingern juckt und das Pflanzen auf aktive Weise die Langeweile vertreiben würde, ist es ratsam, sich noch etwas in Geduld zu üben. Denn tatsächlich können die Temperaturen nachts auch jetzt noch unter Null sinken und frostempfindlichen, nicht winterharten Knollen-Gewächsen, wie Dahlien, Strahlen-Anemonen oder Zantedeschia, erheblich schaden. „Wer unsicher ist, wann er mit dem Pflanzen beginnen kann, orientiert sich am besten an den sogenannten Tagen der Eisheiligen", rät Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Sind diese am 15. Mai vorüber, kann im Garten losgelegt und die Bodenschätze für einen blühenden Sommer gepflanzt werden."

 

 

Lichtverhältnisse kennen

Jetzt ist dagegen genau der richtige Zeitpunkt, eine Runde durch den Garten zu drehen und zu entscheiden, wo es in den nächsten Monaten farbenprächtig blühen soll. Dabei ist es wichtig, die dortigen Lichtverhältnisse im Blick zu haben. Dann erst sollten Gartenbesitzer auf die Suche nach den passenden Pflanzen gehen. „Die meisten im Sommer blühenden Knollen, wie Dahlien und Anemonen, wünschen sich einen warmen, möglichst hellen Platz und sind daher bestens für die sonnigen Bereiche im Garten geeignet", betont van der Veek. „Liegt das entsprechende Beet im Halbschatten, rate ich zu Begonien oder den extravaganten Eucomis. Aber auch unter den eigentlich sehr sonnenverliebten Knollengewächsen gibt es Sorten, die es etwas schattiger mögen, zum Beispiel die Dahlie 'Penhill Dark Monarch' oder die Zantedeschia 'Brunello'.

Auf Kombinationen setzen

Der Blumenzwiebelexperte rät darüber hinaus, die Pflanzen nicht als Einzeldarsteller zu betrachten, sondern auch die Beetpartner sowie den Beethintergrund in die Knollenauswahl mit einzubeziehen. So gilt grundsätzlich: Helle Blüten kommen am besten vor einem dunklen Hintergrund zur Geltung, tiefe, satte Farben machen sich gut vor einer weiß gestrichenen Hauswand. „Während Dahlien wahre Solokünstler sind und auch gerne alleine in einer Rabatte wachsen, kommen andere Arten erst im Zusammenspiel mit ihren Pflanznachbarn so richtig zur Geltung", erklärt der Niederländer. „So scheinen die schneeweißen Blüten der Abessinischen Gladiole (Gladiolus callianthus) über niedrigen Stauden, wie der Fetthenne, fast zu leuchten. Die vielleicht etwas künstlich wirkende Ananaslilie (Eucomis) erhält im Zusammenspiel mit Gräsern natürliche Leichtigkeit. Und die fröhlichen Farben der Kronen-Anemone (Anemone coronaria) entfalten über einem dichten Bett aus Balkan-Windröschen (Anemone blanda) ihre volle Wirkung." (Fluwel)