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Summend in den Frühling

Krokus, Narzissen, Wildbienen, Frühling
Fotos: Adobe Stock

Der im Frühjahr durch den Garten geht, bemerkt sie oft zuerst an den Blüten der Frühblüher: Wildbienen. Rund 600 Arten leben in Deutschland. Einige davon sind sehr selten oder bedroht und kommen nur dann in unsere Gärten, wenn wir ihnen das Richtige anbieten. Wenige Menschen kennen die friedliebenden Wildbienen, dabei gehören sie zu den wichtigsten Bestäubern unserer Landschaft. Man kann ihnen helfen und sie mit einfachen Maßnahmen in den eigenen Garten locken.  

Gedeckter Tisch

Entscheidend ist ein reich gedeckter Blütentisch vom Frühjahr bis in den Herbst. Schon kleine Veränderungen bringen Leben in Gärten, die bisher vor allem aus Rasenflächen und immergrünen Hecken bestehen.

Ein faszinierender Aspekt sind die vielen Nahrungsspezialisten unter den Wildbienen. Einige Arten tragen ihre Lieblingspflanzen sogar im Namen: Die Natternkopf-Mauerbiene besucht fast ausschließlich den üppig blühenden Natternkopf. Die Rainfarn-Seidenbiene ist auf Rainfarn spezialisiert, die Glockenblumen-Sägehornbiene sammelt nur an Glockenblumen, und die Knautien-Sandbiene nutzt Knautien und Witwenblumen. Wer diese Pflanzen im Garten ansiedelt, kann genau diese seltenen Arten gezielt fördern und oft schon im ersten Jahr beobachten. Solche „botanischen Liebesgeschichten“ zeigen eindrucksvoll, wie wichtig heimische Pflanzen für die Artenvielfalt sind.

 

Lebenswichtige Naturräume

Frühling und Frühsommer sind ideal, um Stauden zu pflanzen oder Wiesenbereiche einzusäen. Die meisten heimischen Wildblumen bevorzugen nährstoffarme Böden. Sand hilft beim Abmagern. Hochwertige Saatgutmischungen sollten ausschließlich heimische Arten enthalten, am besten aus regionaler Herkunft. Für spätere Blühaspekte eignen sich Pflanzen wie Blutweiderich, Wiesen-Flockenblume, Berg-Aster, Echtes Eisenkraut, Wegwarte oder Fetthenne. Auch Kräuter wie Feld-Thymian, Steppen-Salbei und Rosmarin bieten lange Nahrung.

Zweijährige Arten wie Natternkopf, Königskerze, Wilde Karde oder Wilde Möhre bringen im Folgejahr besonders viele Blüten hervor und säen sich häufig selbst wieder aus. Wer Lebensräume schaffen möchte, kann Totholz aufschichten oder offene Sand- und Lehmstellen anlegen, denn rund 75 Prozent der etwa 600 heimischen Wildbienenarten nisten im Boden. (SMU)  ←